Ostern
Ich lobe
meinen Gott,
der aus der Tiefe
mich holt,
damit ich lebe …
Ich lobe
meinen Gott,
der aus der Tiefe
mich holt,
damit ich lebe …
15:00 Uhr
Sterbeläuten
Wann
wenn nicht
um die neunte Stunde
als er schrie
sind wir ihm
wie aus dem
Gesicht geschnitten
nur seinen Schrei
nehmen wir
ihm noch ab
und verstärken ihn
in aller Munde
Eva Zeller
Konfirmation
Freisbach
6.9.2020
Konfirmation
Gommersheim
27.9.2020
Am Palmsonntag wollten wir Konfirmation feiern in Gommersheim, am Sonntag davor in Freisbach. Wie traurig für die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die sich auf ihren großen Tag gefreut hatten. Und all die Vorbereitung und Planung, die völlig umsonst war. Planen können wir zur Zeit eigentlich gar nichts. Und das ist für viele von uns schwer zu ertragen.
Gut, dass wir heute so viele technische Möglichkeiten haben, miteinander in Kontakt zu bleiben. Zumindest telefonisch sind glücklicherweise alle erreichbar. Und viele von uns haben ja noch ganz andere Möglichkeiten. WhatsApp, Instagram und Facebook werden viel mehr genutzt als sonst. Ich habe in dieser Woche meine erste Videokonferenz erlebt. War anstrengend, aber es hat funktioniert. So musste die lange geplante Sitzung nicht ausfallen. Und so arbeiten ja viele von uns in diesen Tagen. Auch in den Familien wird miteinander übers Internet kommuniziert. Wie schön, dass wir nicht nur miteinander sprechen können, sondern uns sogar dabei auch noch sehen. Gut, dass es das gibt.
Und doch vermissen wir vieles. So gut die Videokonferenzen sein mögen, es ist ja doch einfacher direkt mit den Leuten zu reden. Und was viel schlimmer ist, ist der fehlende körperliche Kontakt. Ich vermisse den Händedruck bei Begrüßungen oder Verabschiedungen. Den Händedruck, der so viel aussagen kann, Ermunterung, Stärkung, Freundschaft, Unterstützung. Ganz besonders weh tut es mir, meine Kinder nicht umarmen zu können. Ich denke, wir alle vermissen den direkten Kontakt zu Menschen, die uns wichtig sind. Und wir merken, wie wichtig Berührungen sind.
Das wird auch sehr deutlich in der wunderschönen Geschichte, die Predigttext für den Palmsonntag ist.
Sie steht im Markusevangelium und erzählt von einer unbekannten Frau, die etwas sehr Zärtliches tut. Sie salbt den Kopf Jesu mit duftendem Salböl. Diese Frau lässt sich auch durch die Vorwürfe der anderen Anwesenden nicht beirren. Sie ist mutig, denn sie verletzt die Traditionen, um Jesus etwas Gutes zu tun. Ihre Handlung wirkt verschwenderisch, denn Ölungen galten als dekadenter Luxus. Vermutlich hält man sie für verrückt oder zumindest für sehr exzentrisch. Aber Jesus verteidigt ihr Handeln. Jesus erlebt durch diese Frau selbst einmal die wohltuende Nähe eines Menschen. Er, der sonst immer seine Liebe und Kraft für andere gegeben hat, wird hier selbst einmal umsorgt und erfährt die liebevolle Zuwendung dieser Frau. Das ist umso wichtiger, weil Jesus einen schweren Weg vor sich hat. Mit dieser prophetischen Zeichenhandlung beginnt bei Markus die Passionsgeschichte. Es ist 2 Tage vor dem Passahfest, die Verhaftung Jesu steht schon bedrohlich im Raum. Die Menschen, die Jesus begleiten, sind immer verwirrter und verängstigter geworden. Jesus selbst wird immer einsamer und hat Angst vor dem, was auf ihn zukommt, erzählt uns Markus. Über diesen verlassenen, sich einsam fühlenden Jesus gießt diese Frau kurz vor der Katastrophe eine sinnlose Menge teuerstes Öl und berührt ihn liebevoll. Sie drückt damit all ihre Gefühle gegenüber Jesus aus. Vermutlich ist sie Jesus schon früher begegnet, vielleicht hatte sie schon einmal erfahren, wie heilsam die Begegnung mit Jesus sein kann.
Wir lesen immer wieder davon, dass Jesus die Nähe der Menschen sucht, die seine Hilfe brauchen. Er hat auch keinerlei Berührungsängste. Er fühlt nicht nur mit, nein, er fasst die Leute an, denen er Gutes tun möchte. Seine Berührungen haben etwas Zärtliches und er lässt sich auch immer wieder selbst berühren – er ist sozusagen greifbar für die, die ihn brauchen. Für uns ist er genauso wenig körperlich greifbar wie es unsere Mitmenschen im Augenblick sind. Letzteres wird sich hoffentlich bald wieder ändern. Was Jesus betrifft, bleibt uns die Hoffnung, dass auch der einsamste Weg durch Leiden hindurch irgendwann vorbei ist und dass Gottes Nähe trotz allem spürbar ist. Nach jedem Karfreitag kommt auch wieder Ostern und damit neues Leben und neue Chancen.
Liebe Konfis,
eigentlich ….
Eigentlich hättet ihr jetzt Konfirmation …
Eigentlich wären jetzt bald ganz viele Gottesdienste,
zum Beispiel Gründonnerstag, Karfreitag
und vor allem Ostersonntag
Eigentlich habe ich mich schon
auf den Auferstehungsgottesdienst
und das Osterfrühstück gefreut.
Doch leider geht das nicht.
Lasst uns das Beste daraus machen.
Wir schicken euch kleine „challenges“
in die WhatsApp Gruppe.
Ihr könnt immer mitmachen
oder nur ab und zu –
auch per Mail.
Bis hoffentlich ganz bald
eure Pfarrerin
Martina Horak-Werz
und Jugendreferentin
Theresa Hey



























Jetzt haben wir schon 2 Wochen Ausnahmezustand hinter uns. Und eigentlich sind sie doch erstaunlich schnell herum gegangen, finden Sie nicht? Sicher, hin und wieder hab ich einen gewaltigen Durchhänger und denke, ich halte es bald nicht mehr aus. Aber dann beschäftige ich mich wieder und denke nicht mehr daran, was alles gerade nicht geht. Was tun Sie, um sich abzulenken? Lesen? Rätsel lösen? Im Garten arbeiten oder im Keller basteln? Vielleicht auch die eine Ecke aufräumen, wo man sonst immer alles hinlegt, wofür man gerade keine andere Verwendung hat und wozu man sonst nie kommt.
Das Schwierigste an der Situation ist für viele Menschen aber wohl, dass wir Kontakte zu anderen meiden sollen. Das fällt vielen von uns sehr schwer. Da ist ein neues Schlagwort entstanden, das überall zu hören und zu lesen ist. Natürlich wieder einmal auf Englisch. Ich meine das Schlagwort „Social Distancing“, was wörtlich heißt, „Abstand im sozialen Miteinander“. Im schlimmsten Falle würde das ja zu „sozialer Entfremdung“ führen. Vielleicht sollten wir lieber von „Körperlichem Abstand“ reden. Das ist es doch, worum es geht und was auch wichtig ist, damit sich nicht alles noch schneller ausbreitet. Die „soziale Nähe“ im eigentlichen Sinne des Wortes ist aber doch wichtiger als je, und sie ist ja nicht (nur) von physischen Kontakten abhängig. Es gibt zum Glück auch andere Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu bleiben. Die sollten wir jetzt verstärkt nutzen.
Und dabei auch versuchen, nicht den Mut zu verlieren. Trotz allem. So wie es der Psalm 73 sehr schön sagt:
Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.
Der 73. Psalm fasst sehr deutlich in Worte, worüber sich Menschen schon seit ewigen Zeiten Gedanken machen. Nämlich: Warum müssen Menschen leiden? Und wie kommen wir damit zurecht, dass im Leben so viel Schweres zu ertragen ist?
Der Psalm malt zunächst die schlimmsten Schreckensbilder aus, wie schlecht es einem Menschen gehen kann, dass Zweifel und Ängste und Schmerzen uns quälen können. Doch dann schleudert uns dieser Psalm ein trotziges Dennoch entgegen. Trotz Kummer, Angst und Leid, trotz aller Fragen und Zweifel, trotz allem, was im Laufe eines Menschenlebens so auf uns zukommen kann, trotz allem will die betende Person an Gott fest halten.
Ich finde das beeindruckend! Da muss wohl die Erfahrung dahinter stecken, dass Gott bei uns ist und uns trägt und hält, was immer auch geschehen mag. Darauf dürfen wir genauso vertrauen, wie es schon unzählige Menschen in den letzten Jahrtausenden getan haben, wenn sie mit den Worten dieses Psalmes gebetet haben. Auch ich glaube daran: Gott lässt uns nicht allein. So wie Vater oder Mutter ihr Kind an die Hand nehmen und das Kind sich dann geborgen und sicher fühlt bei aller Gefahr, die es umgibt, so kümmert sich Gott um uns Menschen. Und das tut gut zu wissen. Unabhängig davon, was die nächsten Tage und Wochen noch für uns bereit halten, Gottes Liebe begleitet uns und trägt uns. Darauf dürfen wir vertrauen. In Jesus Christus, in seinem ganzen Leben und Wirken wurde es deutlich, dass Gott uns nahe sein will. Darauf zu vertrauen, kann uns auch Trost und Halt in dieser schwierigen Zeit geben. Und es soll uns immer wieder neuen Mut machen. Auch wenn manche Tage schwierig sind.
Behalten Sie die Zuversicht!
jeden Abend
um 19:30 Uhr
als ökumenisches Zeichen
der Solidarität
Einladung zum Gebet
zur Verbindung mit
allen Erkrankten,
allen Besorgten,
den Ärztinnen und Ärzten,
den Pflegenden
und Organisierenden
und mit all denen,
die für unsere Sicherheit
und Versorgung da sind

Samstag, 21. März 2020 um 18:00 Uhr
in der Evangelischen Kirche der Pfalz
und im Bistum Speyer
Einladung zum Gebet
Fürbittandacht
Kapelle im Butenschoen-Haus in Landau
Bischof Dr. Wiesemann
Kirchenpräsident Dr. Schad
Beteiligung über Livestream möglich:
www.evkirchepfalz.de
Wir halten uns fern
und sind für einander da
Täglich gegen 19:00 Uhr
entzünden wir
eine Kerze am Fenster!
Je mehr Menschen sich anschließen,
desto heller scheint
das Licht der Hoffnung –
in der Welt, für die Welt.
Unsere Gemeinde ist für Sie da.