pfarramt
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Angehörige von Demenzkranken
Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz
der Alzheimer Gesellschaft Rheinland Pfalz e.V.
fällt im November
leider aus!
Informationen:
Pfarrerin Ute Stoll-Rummel
Tel. 06327-3213
Lieselotte Skade,
Pflegestützpunkt Neustadt
Tel. 06321/9378-11
Umtrunk
keine
„Gommersheimer
Sommerkerwe“
Aber:
kleiner Umtrunk
mit Brezeln
und Pro Secco
Sonntag, 12. Juli 2020
11:00 Uhr
Prot. Gemeindehaus
Gommersheim
Gartenstr. 1
Wir freuen uns über
eine Spende für
Prot. Kirchbauverein
Gedanken zum Tag – 04.07.2020
04.07.2020
Licht der Welt 5.7.2020
Ich erinnere mich noch daran, dass es früher in unserer Pfälzischen Kirche einmal im Jahr einen sogenannten Männersonntag gab. Im Zusammenhang mit den Gleichstellungsdebatten sind in vielen evangelischen Landeskirchen spezielle Frauensonntage entstanden. Unsere mittlerweile auch nicht mehr so ganz neue pfälzische Gottesdienstordnung gibt sich da ganz diplomatisch und schlägt uns für den vierten Sonntag nach Trinitatis vor, ihn als Sonntag der neuen Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche zu feiern. Das macht auch Sinn, finde ich! Wir bilden ja schließlich alle zusammen Gottes große bunte Familie, völlig unabhängig von allen äußerlichen Unterschieden. Uns allen gilt die wunderbare Zusage, die Jesus uns in der Bergpredigt macht.
„Ihr seid das Licht der Welt. Die Stadt hoch auf dem Berg kann sich nicht verstecken. Niemand zündet ein Licht an und stellt es dann unter einen Krug. Es wird vielmehr auf den Leuchter gesetzt. Dann leuchtet es für alle, die im Haus sind. So soll auch euer Licht den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Gott im Himmel loben.“
Das heißt doch: Jesus traut uns etwas zu. Ja, Gott traut uns etwas zu. Wir können etwas bewirken. Wir können dazu beitragen, dass es um uns herum heller wird für andere. Auf ganz unterschiedliche Art und mit unterschiedlicher Leuchtkraft, je nach Situation und Kräfteverhältnissen.
Manchmal haben wir vielleicht das Gefühl, dass unsere Energiequellen versiegen, wir ausgebrannt sind. Dann dürfen wir darauf hoffen, dass Gott uns neue Kraft und neuen Mut geben will. Gerade im Moment finde ich das ganz besonders wichtig, darauf vertrauen zu können, dass trotz aller Müdigkeit und Erschöpfung, die wir gerade empfinden, diese tolle Zusage uns allen gilt.
Jesus sagt es uns ganz deutlich: Gott traut uns zu „Licht für die Welt“ zu sein! Denn Gott hat versprochen bei uns zu sein. Auch und vielleicht gerade dann, wenn unsere Energiereserven knapp sind. Selbst dann, wenn wir das Gefühl haben, im Dunkeln zu sitzen. Das Vertrauen auf Gottes Nähe und Unterstützung gibt uns immer wieder Kraft weiter zu machen. Es gibt uns den Mut uns gegenseitig zu stärken und uns für ein gutes Miteinander einzusetzen.
Jesu Worte sind weitererzählt worden durch viele Zeiten hindurch. Menschen haben seine Worte aufgenommen und weiter entwickelt. Nelson Mandela, zum Beispiel, hat in seiner berühmten Antrittsrede zum Präsidenten von Südafrika 1994 Worte zitiert, die von einer tollen Frau stammen, einer amerikanischen Friedensaktivistin mit Namen Marianne Williamson:
Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir unermesslich mächtig sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns:
Wer bin ich denn eigentlich,
dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet
und phantastisch sein darf?
Wer bist du denn,
dass du das NICHT sein darfst?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dient das nicht der Welt.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du dich klein machst,
damit andere um dich herum
sich nicht verunsichert fühlen.
Du wurdest geboren,
um die Ehre Gottes zu verwirklichen,
die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns
sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst den anderen Menschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart
ohne unser Zutun
andere befreien.
Gottes Liebling
Gottes Liebling
„Öffne mir die Augen“ bete ich mit dem 119. Psalm. Wenn wir unsere Augen öffnen, was sehen sie dann? Vielleicht lauter Menschen, die verwirrt sind? Oder Menschen, die Spa$ haben miteinander? Vielleicht Menschen, die sich mal übereinander ärgern? Oder lauter Menschen, die sich aneinander freuen?
Meine Augen sehen Menschen. Ganz unterschiedliche Menschen, mit verschiedenen Meinungen Angefüllt mit Gefühlen verschiedenster Art: mit Freuden und mit Sorgen, Ängsten und Glückseligkeiten. Meine Augen sehen Menschen, die aufmerksam zuhören. Und immer wieder auch Menschen, die lange vor sich hin starren, so als ob sie träumen. Nicht die ganze Zeit, aber immer mal wieder.
Träumen mit offenen Augen. Vom gemeinsamem Christsein. Von gemeinsamen Gottesdiensten, ganz ungezwungen. Ob es sie wieder geben wird? Aber man darf ja wohl noch träumen! Träumen muss man sogar! Träumen mit offenen Augen. Eine Ahnung bekommen, wohin die Reise gehen kann. Worauf das alles zielt. Ja. Wenn unsere Augen genau hinschauen, dann entdecken sie hoffentlich immer wieder: wie Träume mit offenen Augen Kraft und Mut und Energien freisetzen für die Zukunft.
„Öffne mir die Augen”, lese ich in Psalm 119 Vers 18. Und weiter: „Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.“ Die „Wunder an deinem Gesetz.“ Gibt es an einem Gesetz Wunder? Für mich ist „Gesetz“ ein Wort, da denke ich an „Du musst!“ An Vorschriften. Und vor allem an Strafen, die mich erwarten, wenn ich gegen ein Gesetz verstoße: Bußgelder und Gefängnisstrafen. Und das soll ein Platz für Wunder sein?
Der Psalm meint wohl anderes. Viel mehr. Der Psalm meint Gottes „Weisungen“. Die Zehn Gebote > und noch mehr als das. Im hebräischen Text steht dort das Wort „tora”. „Tora” umfasst die fünf Bücher Mose mit all ihren Geschichten. Alle Gottesgeschichten von Adam und Eva über die SintAut und Noah, Abraham und Sara, Josef und seine Brüder, bis hin zu Mose und Mirjam und dem Auszug aus Ägypten. Geschichten über menschliche Grö$e. Von menschlichen Fehlern, Mord und Geschwisterstreit. Über Liebe und Befreiung. Von Flucht und Genörgel und Geboten E all das meint „Gesetz“, „Tora“.
Und was ist jetzt das „Wunder an deinem Gesetz“? Wenn ich mir die ganze Tora, alle fünf Bücher Mose anschaue, dann ist alles darin, was wir Menschen zu bieten haben. Alles Gute und alles Schlechte. Und mitten darin ist Gott und bleibt Gott. Und wir Menschen sind Gottes Lieblinge.
Das Wunder ist, dass in den menschlichen Geschichten immer wieder Energien frei werden. Für Neues, für Unbekanntes. Energie auch für liebendes Sorgen. Da kommt Freiheitsdrang auf. Man wehrt sich gegen ungerechte Behandlung. Da wird Segen weitergegeben. Gottes helfende Kraft wird in den menschlichen Geschichten spürbar. Das ist das Wunder an Gottes Gesetz. Mitten in unseren Lebensgeschichten, spüren wir Menschen Gottes Energie. Gottes Kraft.
Und: Ja, wir Menschen bleiben Gottes Lieblinge. In unserer Welt mit allen Problemen, die wir haben. Egal, ob Krankheit oder Klima oder Hunger oder Krieg. Wir hoffen auf Gottes befreiende Kraft für neue Wege. Lasst Gottes Energie auch unter uns hier in Vechta spürbar werden. Auch wenn wir unseren Glauben ganz unterschiedlich leben.
Gemeinsam unseren Glauben bekennen. Andachten feiern. Und Nachdenken. Vielleicht sogar manchmal miteinander streiten. Gemeinsam den Kopf schütteln über die komischen Vorstellungen des jeweils anderen. Aber einander erzählen. Von dem, was uns trägt im Leben. Von unsern Träumen. Gemeinsam beten und singen und Kerzen entzünden. So neue Kraft und Energie tanken. Wir Menschen, Gottes Lieblinge.
Lasst uns hinsehen, lasst uns träumen. Mit offenen Augen. Lasst uns weiter gemeinsame neue Wege gehen mit unserem befreienden Gott. Dass Mauern und Grenzen durchlässig werden. Im Kopf und im wirklichen Leben, im Alltag. Lasst uns träumen mit offenen Augen und gemeinsam unterwegs bleiben. Wir bleiben Gottes Lieblinge. Gott, öffne uns die Augen für deine Wunder!
Gedanken zum Tag – 20.06.2020
20.06.2020
Unsterblich duften die Linden
Gedanken zum Tag 21. Juni 2020
(Matthäus 11, 25-30)
Diese Woche haben wir versucht, die Konfirmation im September zu planen. Und sind wieder an unsere Grenzen gestoßen. Es ist eben noch längst nicht klar, wie sich alles weiter entwickeln wird und wie es bis September dann aussieht. Wir hoffen alle, dass es sich positiv weiter entwickelt. Dass wir irgendwann bald doch wieder so eine Art normales Leben haben können. Aber wir wissen eben überhaupt noch nicht, wann das der Fall sein wird.
Mit allen Wenns und Abers versuchen wir aber alle miteinander, das Beste aus der Situation zu machen.
Es ist sowieso sehr unterschiedlich, wie die Menschen um mich herum diese Zeit erleben.
Manche sagen, es ist eigentlich wie immer, nur etwas ruhiger, und das ist eigentlich ganz schön so.
Andere wiederum sind nahe daran, depressiv zu werden. Ein Soziologe spricht sogar vom gemeinsamen gesellschaftlichen Burn-Out.
Zwischen diesen Extremen gibt es viele unterschiedliche Empfindungen. Vielleicht auch manchmal einfach von der Tagesform abhängig.
Wie auch immer wir das alles erleben, außergewöhnlich ist diese Zeit auf jeden Fall und für viele ganz und gar nicht einfach zu verkraften. Manches empfinden wir schon als Last, die auf uns liegt und die wir jetzt irgendwie bewältigen müssen. Mir tut es gut, solche biblischen Worte zu lesen, wie Jesus sie nach dem Matthäusevangelium den Menschen zuruft: So kommt doch alle zu mir, die ihr euch abmüht und belastet seid: Ich will euch ausruhen lassen.
Das heißt doch in anderen Worten: wenn wir auf Gott vertrauen, so wie Jesus es tut, dann können wir auftanken, neuen Mut schöpfen. Immer im Vertrauen drauf, dass Jesu Einladung uns allen gilt und Gott bei uns bleibt, was immer auch geschehen mag.
Dann können wir mit neuer Kraft ans Werk gehen. Uns auf das konzentrieren, was wirklich notwendig ist, was wichtig ist für uns und unser Leben.
Vielleicht schaffen wir es auch öfter mal, das Schwere und Belastende ein bisschen links liegen zu lassen und den Blick auf das zu richten, was gerade um uns herum so richtig schön ist, was blüht und gedeiht.
Und dann nehmen wir einen ganz tiefen Atemzug und saugen die sommerlichen Düfte um uns herum ein.
Bei uns hier sind es vor allem die Linden, die mich mit ihrem Duft begeistern.
Mein Lieblingsgedicht ist von Ina Seidel und lautet:
Trost
Unsterblich duften die Linden –
Was bangst du nur?
Du wirst vergehn und deiner Füße Spur
Wird bald kein Auge mehr im Staube finden.
Doch blau und leuchtend wird der Sommer stehn
Und wird mit seinem süßen Atemwehn
Gelind die arme Menschenbrust entbinden.
Wo kommst du her? Wie lang bist du noch hier?
Was liegt an dir?
Unsterblich duften die Linden –
Trau dich!
Traute, ja. Nur Mut! Sich was trauen. Mut haben. Wer traut sich? Wer hat die Courage? Ein altes Wort, das für mehr steht als Mut. Menschen mit Courage, mit großem Mut, sind bereit, Risiken zu wagen, Opfer zu bringen. Und sie tun es dann auch, wagen was.
Viele wünschen sich das: mehr Mut und Entschlossenheit. Möchten sich gern mehr trauen. Würden am liebsten sofort die Ärmel hochkrempeln. Und ihre Visionen wirklich werden lassen. Und lassen es dann doch. Zu vieles, was sie abhält, Neues zu wagen. Was werden andere über sie denken? Kann ich das überhaupt? Ob ich das bloß schaffe? Oh je! Wie schnell einen dann der Mut wieder verlässt.
Mein Ohrwurm meldet sich wieder: „Trau dich! Steh auf und dann trau dich! Steh auf und fang an! Fang an zu vertrauen! Steh auf, du bist nicht allein! Gottes Liebe wird bei dir sein!“ Selbstvertrauen und Gottvertrauen. Beides zusammen. So wie Josua. Der vor einer Riesenaufgabe stand, als er nach Moses Tod das Volk Israel allein ins gelobte Land führen sollte. Dem Gott so Mut machte: „Sei mutig und stark. Fürchte dich nicht und hab keine Angst, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du tust!“ Und Josua packte es an.
Im Krankenhaus sage ich meinen Patienten und Patientinnen beim Verabschieden sehr oft: „Ich wünsche Ihnen gute Genesung. Und ganz viel Kraft! Und ganz viel Mut!“ Und dann nicken viele mit dem Kopf. Sagen, dankeschön, dass brauche ich jetzt wirklich, neue Kraft und neuen Mut. Vielleicht sollten wir damit beginnen: einander viel öfter Kraft und Mut wünschen. Damit wir uns was trauen.
Was gehört dazu? Zum Sich-was-trauen? Zum Mutigsein? Bei meinem Nachdenken kam mir so nach und nach ein ganzes Alphabet dazu in den Sinn. Ob Ihr Mut-Alphabet wohl so ähnlich aussieht? Oder ganz anders?
Trau Dich!
Auch mal „Nein!“ zu sagen.
Beharrlich zu bleiben.
Chancen zu ergreifen.
Dankbarkeit zu zeigen.
Entscheidungen zu treffen.
Fehler zu machen.
Grenzen zu überschreiten.
Hilfe zu erbitten.
Ideen zu teilen.
Jeden Augenblick zu genießen.
Komfortzonen zu verlassen.
Loszulassen.
Meinung zu sagen.
Nicht alles mitzumachen.
Optimistisch zu bleiben.
Perfektionismus abzulegen.
Quer zu denken.
Regeln in Frage zu stellen.
Sorgen zu ignorieren
Träume umzusetzen.
Unbekannte anzusprechen.
Vergangenes hinter dir zu lassen.
Wagnisse einzugehen.
X-tra Meilen zu gehen.
Yeah zu sagen, wenn du es fühlst.
Zorn durch Liebe zu besiegen.
Ja! „Trau dich! Steh auf und dann trau dich! Steh auf und fang an! Fang an zu vertrauen! Steh auf, du bist nicht allein! Gottes Liebe wird bei dir sein!“ Mein Ohrwurm ist glücklich.
Trau dich! „Sei mutig und stark. Fürchte dich nicht und hab keine Angst, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du tust!“ Trau dich!
Pfälzer Feriensommer
„Pfälzer Feriensommer“ bietet Jugendlichen und Kindern trotz Pandemie Freizeit, Spaß und Erholung Evangelische Jugend der Pfalz stellt flächendeckend an die Hygienemaßnahmen angepasste Ferienangebote, Freizeiten und Aktionstage auf die Beine
(Kaiserslautern, 10.06.2020) Viele Freizeiten sind auf Grund der Corona-Pandemie aus guten Gründen abgesagt worden. Der Urlaub mit der eigenen Familie fällt bei vielen flach und der Stress des Homeschooling hat Jugendliche, Kinder und die Eltern an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Dem will die Evangelische Jugend in den Ferien etwas entgegensetzen. Denn was bleibt, ist das Bedürfnis von Kindern und Jugendlichen nach Freiräumen, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen mit Gleichaltrigen.
„In der Corona-Debatte sind Jugendliche meist nur als Schüler*innen wahrgenommen worden, aber viel zu wenig als Personengruppen mit ganz eigenen Bedürfnissen.“, betont Landesjugendpfarrer Florian Geith.
Die Evangelischen Jugendarbeit biete als wichtiger außerschulischer Bildungsträger jungen Menschen Erfahrungsräume, die ihnen Schule nicht bieten kann. Freizeiten und gemeinsame freie Zeit seien dabei wesentliche und unverzichtbare Bausteine.
Die Jugendzentralen (JUZ), Stadtjugendpfarrämter, Gemeindediakon*innen in Kirchengemeinden und das Landesjugendpfarramt haben gemeinsam ein buntes und unter den Bedingungen der Corona-Verordnungen des Landes Rheinland-Pfalz durchführbares Angebot konzipiert und bereiten dieses gerade mit Hochdruck vor.
Beispielsweise werden die Global Kids Freizeiten im Martin-Butzer-Haus nicht gänzlich ausfallen, sondern eben den Bedingungen angepasst mit viel Herzblut und den geltenden Abstandsregeln durchgeführt werden.
Auch andere Gemeinden wie Haßloch, Bad Dürkheim oder Speyer nutzen die reduziert zur Verfügung stehenden Kapazitäten des Martin-Butzer-Hauses in Bad Dürkheim für Kurzfreizeiten mit Übernachtung.
Im gesamten Bereich der pfälzischen Landeskirche gibt es die unterschiedlichsten Formate für jeden Geschmack, so veranstaltet die JUZ Frankenthal Mittelaltertage und Radtouren, Bad Dürkheim bietet Wald- und Klimatage an, die JUZ Kirchheimbolanden Spieleabende. Die Speyerer JUZ bietet eine Reise um die Welt mitten in Speyer an, Oggersheim und Altrip Ferienbetreuung für Grundschulkinderund in Bad Bergzabern sowie Germersheim wird es jeweils zwei Wochen Tagesangebote geben, z.B. mit Workshops wie Erstellen eines Podcast.
Auch auf Camping an der Blauen Adria muss nicht verzichtet werden, dieses Mal eben an der gleichnamigen in Altrip bei einer Kooperationsfreizeit von Oggersheim und Speyer.
Beteiligt sind auch die Freien Jugendverbände, so bietet bspw. Das Otto-Riethmüller-Haus zwei Freizeiten in Weidenthal an.
Alle Angebote werden in den kommenden Tagen auf die Homepages der jeweiligen Jugendzentrale und auf die zentrale Seite der Evangelischen Jugend Pfalz gestellt.
Bleib behütet!
„Bleib gesund!“ Das hören meine Ohren erst mal als Aufforderung: nun streng dich mal ordentlich an, bleib gesund! Wie viele andere Menschen bin auch ich schon lange nicht mehr richtig gesund. Für uns mit den chronische Krankheiten, mit denen wir leben müssen, hört sich das seltsam an: „Bleib gesund!“ Wie denn bloß?
„Bleib gesund!“ Ach so, nicht akut erkranken. Nicht noch eine Diagnose. Na gut. Aber liegt das überhaupt in meinen Händen? Kann ich dem wirklich gehorchen, diesem Auftrag „bleib gesund!“? Muss ich mich nur ordentlich anstrengen? Und dann bleibe ich einfach gesund?
„Bleib gesund!“ In letzter Zeit wird das reichlich oft gesagt. Mit dem Unterton „Krieg bloß nicht diese Krankheit! Steck dich bloß nicht an!“ Mmmmh. Also, für mich klingt das fast wie „bleib zuhause“, „schließ dich ein“, „pass bloß auf!“ Als gäbe es keine andere Krankheiten mehr. Oder anderes, was mir besser auch nicht passiert!
„Bleib gesund!“ Je länger ich drüber nachdenke, so scheint es mir jetzt: das ist wohl doch ganz anders gemeint. Das ist ein Segenswunsch, so wie „Viel Glück!“ „Bleib gesund“, das meint, ich wünsche Dir, dass Du nicht krank wirst, dass Du so gesund bleibst, wie Du bist. „Bleib gesund!“, ein Segenswunsch. Gerne gesagt beim Verabschieden, beim Auseinandergehen.
„Bleib gesund!“ als Segenswunsch. Ja, so kann ich das gut hören. „Viel Glück und viel Segen“ singen wir gern an Geburtstagen. Als Christin glaube ich: Gott segnet und behütet mich. Von meinem ersten Atemzug an bis zu meinem letzten. Darum wünsche ich meinen Lieben und meinen Mitmenschen gern:
„Bleib behütet!“ oder „Bleiben Sie behütet!“ Jeden Tag empfange ich Gottes Segen. Ich habe Brot zu essen und Kleider anzuziehen. Und eine Wohnung. Und eine Arbeit auch. Und Kinder habe ich geschenkt bekommen. Und einen lieben Mann. Was soll ich noch aufzählen?
„Bleib behütet!“ Zeichen von Gottes Segen gibt es jeden Tag. Ohne Bedingungen. Gott schenkt uns Leben in Fülle. Und gerade die Menschen, denen es nicht so gut geht, bei denen das Überlebensnotwendige knapp ist, die wissen genau: Sie verdanken ihr Leben und alles Gute darin Gott, Gottes Segen.
„Bleib behütet!“ Am Ende jedes Gottesdienstes empfangen wir den Segen. Und leben so aus dem Wissen heraus: Ja, ich bin angewiesen darauf, dass Gott bei mir ist. Dass Gott mich segnet. Und behütet. Und mir immer wieder einen neuen Anfang schenkt. Gott segnet mich und behütet mich. Gott lässt sein Angesicht leuchten über mir und ist mir gnädig.
„Bleib behütet!“ Gottes Segen bringt Klarheit in mein Leben. Nicht alles ist schön, was ich in diesem Licht sehe. Ich erkenne meine Fehler, beginne zu verstehen, was ich ändern muss. Gott beleuchtet mein Leben mit einem gnädigen Licht. Schaut zärtlich auf mein Tun und Lassen. Vergibt mir, wo ich fehle. Gott ist gnädig.
„Bleib behütet!“ Gottes Segen legt mir den Glauben ins Herz. Immer wieder. Und der Frieden kommt mir nah. Gott hebt sein Angesicht über mich und gibt mir Frieden. Legt seinen Geist über mich. Und ich sehe die Welt mit Gottes Augen. Halte es aus, schaue nicht weg. Weil mir Gott seinen Frieden ins Herz legt. Seinen Traum von einer gerechten Welt, in der alle Menschen in Würde leben können.
„Bleib behütet!“ Jeden Sonntag schickt uns der Segen Gottes in die neue Woche. Den Segen sollen wir in der Welt ausbreiten. Alles ist da, was wir brauchen, um die Welt zu erneuern. Mit Gutem sind wir beschenkt. Und von Gott behütet. Unser Leben leuchtet unter Gottes Klarheit und Gnade. Gottes Frieden für unsere Welt. „Bleibt behütet!“

Hiltrud Warntjen
Pfarrerin in Vechta
hiltrud.warntjen@kh-vec.de